(Modifizierte) Karydakis - Operation

Bei ausgeprägter Zerstörung der Mittellinie durch vorangegangene Operationen oder eine lange bestehende Steßbeinfistel, wird nach Ausschneidung der Defekt asymmetrisch verschlossen. Es hat sich gezeigt, daß eine Naht seitlich der Mittellinie die besten Heilungschancen mit sich bringt. Wir bevorzugen eine Modifikation der von Karydakis beschriebene Vorgehensweise, es erfolgt die Mobilisation von gesundem Gewebe auf der oberflächlichen Körperfaszie. Blut- und Lymphgefäße werden geschont und damit Blutergüsse und Ansammlungen von Lymphflüssigkeit unter der Wunde meist vermieden. 

Bei unserer Schnittführung kann in der kritischen Zone am Unterrand der Narbe die Naht weiter zur Seite verlagert werden (Abb. 8). Diese Operation wird meist in Vollnarkose durchgeführt, örtliche Betäubung ist auch möglich.

Körperliche Schonung ist danach für 2-3 Wochen erforderlich, in dieser Zeit sollte man nicht lange sitzen und keinen Sport treiben. Die Hautfäden werden nach zwölf Tagen gezogen, die tiefen Fäden sind selbstauflösend. 

Die Patienten kommen nach dieser Operation wöchentlich zur Kontrolle in die Praxis. Kleinere Wundheilungsstörungen sind häufig, aber durch entsprechende Pflege (Rasur der Wundränder, Entfernung von Nahtmaterial, spezielle Wundverbände) normalerweise in den Griff zu bekommen.

Hier sieht man das Ausmaß des zu entfernenden Gewebes bei der Karydakis Operation der Steißbeinfistel.

Der Haut-Unterhaut-Lappen wird auf der oberflächlichen Körperfaszie mobilisiert. Bei meiner Technik wird nicht bis auf den Knochen eingegangen!

Der Haut-Unterhaut-Lappen wird spannungsfrei eingenäht, der Defekt der Mittellinie ist repariert. Deutlich zu erkennen ist die Abflachung der Gesäßfalte und die seitliche Nahtlinie, beides Faktoren, die einem Rezidiv des Sinus pilonidalis vorbeugen.

1996 Patienten

mit Steißbeinfistel haben die Behandlung in unserer Praxis gewählt (Stand 22.02.17).

European Pilonidal Center

Zentrum zur Behandlung der Steißbeinfistel

in der Proktologischen Praxis München

Dr. B. Hofer und K. Bärtl

Brienner Str. 13

80333 München

089-292679

doc@darmsprechstunde.de

Allgemeine Chirurgen
in München auf jameda
Dr. Hofer Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie, Proktologie und Spezialist für Steißbeinfisteln in München Dr. Bernhard Hofer, Facharzt für Viszeralchirurgie und Proktologie, Ltd. Arzt

Warum ein "Zentrum" zur Behandlung der Steißbeinfistel?

In Deutschland werden im Jahr etwa 20.000 Patienten an einer Steißbeinfistel operiert.

Die herkömmliche Therapie der Steißbeinfistel ("Metzger-Methode") führt nicht selten zu einem Monate bis Jahre langen Krankenstand.

Die meisten Patienten sind im jungen Erwachsenenalter, so daß Schule, Ausbildung, Studium und Start ins Berufsleben leiden können. Auch (Leistungs-) Sportler können und wollen sich eine Trainingspause nicht leisten.

Seit 2001 haben wir uns als einer der wenigen Ärzte in Europa auf die Behandlung des Sinus pilonidalis spezialisiert und in über 1200 Operationen seit Gründung der Praxis in München 2013 die Technik des Pit Picking weiterentwickelt. Nach Pit Picking, Laser-OP (FiLaC) und minimal tubulärer Exzision (Fistulektomie) wird Arbeits- und Sportfähigkeit wenige Tage nach einer Operation erreicht. Die Rate primärer Heilung liegt über 90 %.

Die OP des Pilonidalsinus ist schmerzfrei in örtlicher Betäubung möglich.

Die Nachbehandlung nach Pit Picking - OP ist einfach, Duschen, Baden und Schwimmen sind ohne Einschränkung möglich ab dem zweiten Tag nach der OP.

Klaus Bärtl Facharzt für Viszeralchirurgie und Spezialist für Steißbeinfisteln in München Klaus Bärtl, Facharzt für Viszeralchirurgie
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